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Endlich Papa ... oder wie eine neue Liebe erwächst

Jetzt ist es soweit, auch ich bin Vater eines Sohnes geworden. Etwas, dass ich mir viele Jahre gar nicht vorstellen konnte und doch irgendwie immer Präsent war. Ich als Vater eines Kindes. Viele, viele Stunden habe ich das Leben genossen und gefeiert. Ich bin in den Urlaub an den Strand, zum Wandern oder Snowboarden gefahren. Einige Fernreisen und viele Kurztrips und Urlaube in Deutschland liegen hinter mir. Irgendwie immer etwas zu tun und doch nicht vorangekommen.

Doch seit dem 11. April bin ich nun angekommen! Als um 2:30 Uhr unser Sohn das Licht der Welt erblickt hat und ich ihn schon wenige Minuten später auf meiner Brust liegen hatte, da war ich mit mir im Reinen und ich wusste: „Darauf hast Du immer gewartet.“ Alle Höhen und Tiefen der vergangenen Jahre, alle Ereignisse und Momente bekamen auf einmal einen Grund. Das was ich in den letzten Jahren geworden bin, das ist nun der Vater eines kleinen neuen Erdenbürgers, eines Sohns.

Die ersten drei Wochen sind wie im Flug vergangen. Jedes Elternteil um uns herum erzählt unaufhörlich: „Genießt die Zeit, es geht alles schnell vorbei und ehe ihr euch verseht, ist der Kleine in der Schule.“

Und tatsächlich, der Tag beginnt früh und endet spät. Wenn wir am Abend, kurz vor Mitternacht in der Küche sitzen, betrachten wir den Tag und wir fragen uns, wo sind all die Stunden geblieben? Gefühlt haben wir nur gestillt, die Flasche gegeben, Fläschchen abgewaschen, Windel gewechselt, gewaschen und aufgeräumt. Die ToDo-Listen werden länger, die Nächte kürzer. In den ersten Nächten wollte der kleine Mann noch alle drei Stunden seinen Hunger stillen, nun sind es kaum noch zwei. Aber es zahlt sich aus. Schon einen halben Zentimeter gewachsen!

Es heißt ja immer, ein Lächeln Deines Kindes entschädigt Dich für alles. Nun, bewusst lächeln kann unser neuer Lieblingsmensch noch nicht, aber seine Gestik und Mimik ist so zuckersüß, dass wir keinen Fernseher, kein Smartphone, keine Zeitschriften mehr brauchen. Wir müssen uns nicht mehr mit allerhand zerstreuen, wir beobachten unser Kind und finden alles um glücklich zu sein.

Natürlich ist es anstrengend, wenn der Kleine schreit und es noch nicht ganz einfach ist, zu übersetzen oder zu erkennen, warum eigentlich. Klar, Hunger, Windel voll oder Mütze vor den Augen. Die drei Dinge sind schnell abgehakt. Dauern aber auch immer ihre Zeit und schon sitzt man wieder am Abend in der Küche und fragt sich, wo der Tag geblieben ist. Aber es gibt sie auch, die Momente, wo keines der drei Ereignisse zutrifft. Und dann ist der Moment da, keine Ahnung, warum der Kleine so schreit. Nichts hilft um ihn zu beruhigen. Der Geduldsfaden ist kurz, die Nerven bedingt durch wenig Schlaf schon etwas angespannt. Aber dann, plötzlich Ruhe Doch was hat geholfen? Egal er ist ruhig, und lächelt Dich an. Noch unbewusst; aber er lächelt. Und alles ist vergessen.

Ich weiß schon jetzt. Ich möchte es nicht mehr missen. All die vielen Jahre, in denen ich auf diesen Moment hingelebt habe. Den Moment, wenn ich Vater werde und genau diese vielen wunderbaren, verrückten, nervenaufreibenden Momente erlebe.

Während ich diese ersten Zeilen eines langen Lebens vom kleinen Mann schreibe, liegt er mit mir auf der Couch. Er schlummert süß und träumt von den heutigen Erlebnissen. Ich schreibe und die letzten zwei Wochen rasen in meinem Kopf durcheinander. Es sind wunderbare Momente, über die ich zukünftig schreiben möchte. Es sind aber auch Momente, die einen sicherlich alternd zurücklassen werden. Aber alle zusammen, hoffentlich ein tiefes und glücklich verständnisvolles Leben mit sich bringen werden. Ich freue mich, wenn ihr mich auf dieser Reise begleiten wollt. 

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